Der pREIS: roman

 
 

Der Preis

Roman

Mati Shemoelof
PalmArtPress, Berlin, 2025

Der Preis erzählt die Geschichte des israelischen Schriftstellers Chesi, der in Berlin lebt und erfährt, dass er einen renommierten Preis für hebräische Literatur erhalten soll. Die Nachricht, die sein berufliches Leben verändern könnte, fällt mit einer persönlichen Katastrophe zusammen: Seine deutsche Partnerin Helena erleidet eine Fehlgeburt.

Während Chesi versucht, mit dem Preis, den Interviews und der plötzlich über ihn entstehenden Öffentlichkeit umzugehen, gerät auch sein Privatleben aus den Fugen. Gleichzeitig formiert sich in Israel Widerstand gegen seine Auszeichnung. Seine Literatur und sein persönliches Leben werden zum Politikum.

Der Roman verbindet eine politische und literarische Satire mit einer persönlichen Geschichte über Liebe, Familie, Diaspora und Identität. Im Zentrum stehen drei Perspektiven: Chesi, der israelische Schriftsteller in Berlin, seine deutsche Partnerin Helena und seine irakisch-jüdische Mutter Amira.

Der Preis fragt, was geschieht, wenn Literatur nicht mehr von der politischen Identität ihres Autors getrennt werden kann – und was es bedeutet, als israelischer und mizrachischer Schriftsteller in Deutschland zu leben.

Die deutsche Übersetzung von Helen Seidler wurde durch ein Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds gefördert. Das Buch wurde mit Unterstützung des Israelischen Instituts für Hebräische Literatur veröffentlicht.

Rezeption

„Shemoelof schreibt ohne Pathos, aber voller Kraft. Sein Roman ist ein intimes und gleichzeitig politisches Porträt einer diasporischen Existenz.“
Ralph Tarayil, Berliner Zeitung

„In DER PREIS gelingt es Shemoelof, die fragmentierte Identität eines Mizrahi-Juden in der deutschen Gegenwartsliteratur zu verankern – ein seltener, mutiger Ton, der in Berlin so dringend gebraucht wird.“
Dr. Yemima Hadad, Stadtsprachen Magazin

„Trotz des plotgetriebenen Aufbaus, der Zuspitzung, des Humors und der Schärfe schafft Shemoelof seinen Figuren Widersprüche, Tiefe, Entwicklung und Herz zu geben.“
Kata Lovic

Der Roman wurde außerdem vom EKZ Bibliotheksservice für Leser*innen mit Interesse an der Literaturwelt und der literarischen Verarbeitung der Diaspora empfohlen.

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